Studie: 1,5 Millionen Schüler haben stark erhöhten Förderbedarf


Das Aufholen coronabedingter Lernrückstände von Schülern erfordert nach Schätzungen des Deutschen Lehrerverbands (DL) rund zwei Milliarden Euro. So geht der Lehrerverband davon aus, dass mindestens 80 Prozent der Schüler wegen der Corona-Krise eine zusätzliche Lernförderung brauchen. DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag: “Viele Kinder und Jugendliche werden zukünftig begleitende Förderangebote etwa in Form zusätzlichen Nachmittagsunterrichts oder digitaler Nachhilfe brauchen.” Beim Großteil der Schülerinnen und Schüler könnten die coronabedingten Lerndefizite in den nächsten zwei Schuljahren wieder aufgeholt werden. Bei mindestens 20 Prozent der Schüler gehe er davon aus, dass wegen der Corona-Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden sei. “Da haben wir Bedenken, ob sie überhaupt noch den verpassten Stoff aufholen können.”

Zwischen 300 und 600 Präsenz-Unterrichtsstunden seien je nach Bundesland, Schulart und Infektionslage inzwischen weggefallen und nur teilweise durch Distanzunterricht ersetzt worden, so Meidinger. Er erwarte daher, dass eine Lernförderung über mehr als nur ein Schuljahr laufen müsse. “Das ist eine Langstrecke und nicht nur eine vorübergehender Förderung, die man nach wenigen Wochen und Monaten abhaken kann.

Ähnliche Zahlen hatte zuletzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) genannt. Die Studie des arbeitgebernahen Instituts geht laut einem Bericht der “Rheinische Post” (03.04.2021) zufolge von rund 1,5 Millionen Schülern aus, bei denen durch die Krise ein stark erhöhter Förderbedarf entstanden ist. Die Autoren rechnen mit einem durchschnittlichen Förderbedarf von rund 100 Stunden pro betroffenem Schüler – und kommen so auf eine Fördersumme von 1,5 Milliarden Euro.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek  (CDU) sagte: “20 bis 25 Prozent der Schüler haben vermutlich große Lernrückstände – vielleicht sogar dramatische.”

Besonders betroffen seien vor allem Schülerinnen und Schüler, bei denen ein Wechsel bevorstehe – entweder auf eine weiterführende Schule oder in eine Ausbildung.

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